Hessen tanzt 2015

Hessen tanzt 2015

Das zweite Maiwochenende ist für viele ein besonderes. Wie jedes Jahr erfreuen die Kinder ihre Mütter mit einem großen Dankeschön am Muttertag. Für alle Tänzer und Tänzerinnen sowie Tanzsportbegeisterte wird das Wort „Muttertag“ an diesem Wochenende zu „Hessen tanzt“. Das Weltgrößte Amateurtanzsportturnier lockt Tänzer jeder Klasse in die Eissporthalle nach Frankfurt. Über 2000 startende Paare, acht Flächen auf denen parallel getanzt wird, 68 Turniere in 2 Tagen – das ist Hessen Tanzt. Mit dabei das 12 Paare starke Team von Casino Club Cannstatt.

Die Paare des Casino Club Cannstatt bei "Hessen tanzt"

Den Auftakt machten Thilo Nast und Svenja Riepen am Samstag schon früh am Mittag, mit ihrem Start in der C-Klasse Standard. Nach ihrem Aufstieg in diese Klasse stellten sie sich erstmals ihrer Konkurrenz. Das Neue in dieser Klasse, der Slowfox gesellt sich als vierter Tanz zu Langsamer Walzer, Tango und Quickstep hinzu. 80 Paare bestritten die erste Runde in 10 Gruppen. Nervös starteten Nast/Riepen in ihren ersten Tanz. Doch nach 2 Minuten auf dem Parkett hatten sie ins Turnier gefunden. Jetzt hieß es Konzentration hochhalten während die anderen 9 Gruppen das Tanzbein schwangen. Nach 1,5 Stunden war die Vorrunde geschafft und das Ergebnis wurde verkündet. 46 Paare erreichten die erste Zwischenrunde. Von den maximal möglichen 28 Wertungen der 7 Richter fehlte Nast/Riepen nur eine einzige um die nächste Runde zu erreichen. Mit dem 47. Platz dennoch gut im Mittelfeld platziert und als siebtbestes Baden-Württemberger Paar, freuten sich Nast/Riepen zusammen mit ihrem Standardtrainier über dieses Ergebnis bei ihrem ersten C-Turnier.
Ab 19.00 Uhr erklangen dann die ersten Sambarhythmen in der Eissporthalle. Von der Anfängerklasse bis zur zweithöchsten Hauptklasse wurden nun die Turniere in der Lateinsektion ausgetragen. Das erste Mal auf der Fläche in Frankfurt standen in der D-Klasse vom Casino Club drei Paare – Andreas Wagner mit Vanessa Mayer, Ralf und Antonia Flechsig und Bernhard Staiger mit Lolita Yarovenko. 82 Paare waren bereit sich in drei Tänzen zu messen. ChaChaCha, Rumba und Jive galt es mit möglichst exakter Rhythmik zu präsentieren. Ihr insgesamt drittes Turnier bestritten Staiger/Yarovenko und zeigten sich von Beginn an stark verbessert in allen Tänzen. Nachdem die Vorrunde beendet und die Wertung ausgerechnet war, verpassten die beiden nur um 2 Wertungen den Einzug in die Runde der letzten 50 Paare. Als 56. beendeten die beiden das Turnier auf einem zufriedenstellenden Platz im Mittelfeld.
Machen wir einen Sprung. Denn Wagner/Mayer und Fechsig/Fechsig begeisterten das Wertungsgericht und zogen klar in die vierte Runde des Turnieres ein. 12 Paare waren noch übrig, die sich nun um einen der 6 Finalplätze stritten. Ralf und Antonia Flechsig strahlten viel Freude und Spaß auf der Fläche aus und wurden bei ihrem ersten Turnier überhaupt gleich mit dem 7. Platz von 82 gestarteten Paaren belohnt. Sie waren mit zwei fehlenden Wertungen nur sehr knapp am Einzug in das Finale gescheitert.

Thilo Nast und Svenja Riepen vor ihrem ersten C-Standard-Turnier

Noch besser machten es Wagner/Mayer. Dieses Jahr hatten sie schon ihren ersten Podestplatz gefeiert und nun gelang ihnen der Einzug in die Top 6 des Turniers. Die nunmehr fünfte Runde stand an. Noch einmal ChaCha, Rumba und Jive, noch einmal alles geben und um den Sieg kämpfen. Unter den lautstarken Anfeuerungen zeigten die beiden eine tolle Finalrunde. Im Rumba erkämpften sie sich sogar den zweiten Platz. Doch im Jive machten sich die bereits 15 getanzten Tänze bemerkbar. Es gelang ihnen nicht diesen Platz zu halten. Doch als insgesamt Sechter des Turniers setzen die beiden ihre starke Serie fort und man darf mit großer Zuversicht auf die im September anstehenden Landesmeisterschaften schauen.
In der nächst höherer Startklasse gab es auch eine Premiere. Jens Roth und Kristina Kranz traten zum ersten Mal zusammen in der C-Klasse zu vier Tänzen aufs Parkett. Die Samba ergänzt in dieser Klasse das Repertoire. Mit nicht allzu hoch stehenden Erwartungen gingen die beiden zu ihrem ersten Tanz auf die Fläche – doch völlig unbegründet. Sie zeigten präzises Tanzen und zogen ohne Probleme in die Runde der letzten 50 Paare ein. Von diesem Erfolg getragen legten die beiden noch einen Zahn zu und konnten das Turnier als 34. von 82. Paaren und als viertbestes Baden-Württemberger Paar beenden. Nach ihrem ersten Turnier kann man nur sagen, herzlich willkommen in Spitze der C-Klasse in Baden-Württemberg.
Klettern wir eine weitere Stufe nach oben zur B-Klasse. Also fünfter Tanz kommt nun der Paso Doble als Basic-Tanz hinzu. Sowohl am Samstag wie auch Sonntag wurden je ein Turnier in dieser Klasse ausgetragen. Wieder drei Paare vom Casino Club traten in dieser Klasse zum Wettkampf an.
Teilweise auch aus dem benachbarten Ausland angereiste Paaren, machten das am Samstag mit 116 Paaren besetzte Starterfeld zu einem internationalen Turnier. Ebenfalls zu ihrem ersten Turnier in dieser Konstellation waren Pierre Bernoon und Anastasia Shcherbakova sehr gespannt auf das erste Kräftemessen mit der Landesweiten Konkurrenz. Sie zeigten viel Leidenschaft beim Tanzen und wurden mit ihren ersten wichtigen Punkten für den Aufstieg in die nächst höhere Klasse belohnt. Insgesamt 32 Punkte sammelten die beiden mit dem Erreichen des 94., am Samstag, und 80. Platzes, am Sonntag.
Für das Ehepaar Stefan und Sandra Eisemann kommt der Aufstieg in die A-Klasse immer mehr in Sichtweite. Rhythmisch stark ergänzten sie ihr Tanzen mit Bewegungsfluß und teilten sich so am Samstag den 94. Platz mit ihren Clubkameraden. Am darauf folgenden Turnier am Sonntag konnten sie mit dem 89. Platz weitere wichtige Punkte sammeln.
Mit Platz 54 konnten sich Andreas Zieker und Lena Wurst in ihrem erst zweiten Turnier schon im vorderen Mittelfeld ihrer Startklasse platzieren. Ein schönes Paarbild, kontrollierte Beine und bewegte Hüften brachten sie problemlos in die zweite Runde des Turniers. Leider waren die Beiden aufgrund von gesundheitlichen Problemen dazu gezwungen ihren zweiten Start am Sonntag zurück zu ziehen.
Gleich vier Paare aus Cannstatt bestritten die Turniere in der zweithöchsten Klasse. Stephan Bögner und Daniela Weimar sowie Florian Braun und Elizaveta Ostrovskaya traten zu ihrem ersten Turnier in der A-Klasse in dieser Zusammensetzung an.
Sich noch im Aufbautraining befindend starteten Bögner/Weimar um erste Turniererfahrungen in dieser Klasse zu sammeln. Für ein Weiterkommen reichte es noch nicht, doch zeigten sie schon viele gute Ansätze.
Braun/Ostrovskaya ließen sich von einer kleinen Schuhpanne zu Turnierbegin nicht irritieren und konnten das Wertungsgericht fast davon überzeugen sie in die nächste Runde mitzunehmen. 3 Wertungen fehlten den beiden für das Erreichen der 49er-Runde. Doch als 57. von 74 gestarteten Paaren am Samstag, konnten die beiden einen gelungenen Einstand in dieser Klasse feiern. Mit dem 60. Platz am Sonntag gelang es ihnen fast ihr Ergebnis vom Vortag bestätigen.
Von den routinierten Paaren waren Andrei Mik mit Franziska Doll und Thilo Nast mit Svenja Riepen am Start. Mik/Doll erwischten nicht den besten Tag und taten sich schwer in das Turnier zu finden. Zu viele Fehler bedeuteten am Samstag leider schon das Aus in der Vorrunde und der 57. Platz. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gelang den beiden am Sonntag eine wesentlich bessere Performance. Eine emotionale Rumba und ein spritziger Jive brachten sie klar in die zweite Runde. Mit dem 44. Platz ertanzten sie sich einen guten Platz im Mittelfeld.
38. Platz am Samstag – Nast/Riepen zeigten eine souveräne Vorrunde. Doch dann kam der Einbruch gleich im ersten Tanz der Zwischenrunde. Damit ließen sie zu viele Wertungen liegen um sich noch weiter vorne zu platzieren. Am Sonntag wollten auch sie die Fehler aus dem Vortag revidieren. Wieder zogen sie souverän in die zweite Runde ein und hatten diesmal einfach Pech. Als 27. verpassten sie die dritte Runde um nur eine einzige Wertung.
Das Ranglistenturnier der höchsten Klasse wurde nur am Sonntag ausgetragen. 37 Paare waren angereist. Darunter auch die viertplatzierten der Europameisterschaft Latein. In diesem hochklassigen Feld traten Jakob Wetsch und Meike Kerscher zu ihrem ersten Ranglistenturnier in der S-Klasse an. Mit neuem Outfit, neuen Choreografien und viel Power brachten die beiden ihre Programme aufs Parkett und konnten damit den ein oder anderen Wertungsrichter für sich gewinnen. Für das Erreichen der nächsten Runde reichte es noch nicht, aber in dem qualitativ extrem gut besetzten Feld ist das gewiss kein leichtes Unterfangen.
Damit endete Hessen Tanzt 2015 für den Casino Club Cannstatt sehr zufriedenstellend. Die meisten Paare platzierten sich erwartungsgemäß oder sogar besser in ihren jeweiligen Startklassen. Der Grundstein für ein erfolgreiches Trophyfinale im Juli und die im September anstehende Landesmeisterschaft ist somit gelegt.
Ein wenig Zeit verblieb noch um von „Hessen tanzt“ wieder zum „Muttertag“ zu wechseln und den stolzen Müttern von dem Erlebten zu berichten.


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